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Stationsinfo

Rev. 4.07 - 2021

Aktualisierungsintervall der Messwerte
Wetterdaten: 15 min.
Wetterkamera: 15 min.

Geografischer Standort
Ober-Mörlen, PLZ 61239
KFZ-Kennzeichen FB
Landkreis Wetterau
Regierungsbezirk Darmstadt
Bundesland Hessen
Deutschland

Geografische Koordinaten
50,3741 ° n.Br. 8,6953 ° ö.L. (50 ° 22 ' 26,76 " n.Br. - 8 ° 41 ' 43,08 " ö.L.)
Geografisches Bezugssystem: WGS 84
QTH-Locator: JO40II
Höhe des Standorts: 170 m ü.N.N.
Montagehöhe von Wettersensoren und Videokamera: 180 m ü.N.N.


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Geografische Lage
Ober-Mörlen liegt am westlichen Rand des Landkreises Wetterau, an der Grenze zum Hochtaunuskreis und damit an der Ostflanke des Taunus. In südlicher Richtung liegt in ca. 40 km Entfernung Frankfurt am Main, 30 km nördlich befindet sich Gießen. In direkter Nachbarschaft liegt die Kurstadt Bad Nauheim und die Kreisstadt Friedberg (Hessen).

Allgemeine Daten aus Geologie, Vorgeschichte und Neuzeit
Die Wetterau, eine Region nördlich von Frankfurt/Main östlich des Taunus und südwestlich des Vogelsberges, ist eine Schwächezone der Erdkruste, in der sich im Tertiär eine weitläufige Senke bildete. Durch diesen Umstand bildeten sich im Tertiär ausgedehnte Sedimentschichten, die auch im Quartär durch die vorangegangene Senkenbildung erhalten blieben. Diese Schichten bestehen vorwiegend aus Löß, einem feinen Lockergestein aus Kalk, Quarz und anderen Mineralien, der während der Kaltzeiten durch Windströmungen herangetragen und in mächtigen Schichten von bis zu 6m abgelagert wurde. Auf diesem Löß entwickelten sich sehr ertragreiche Böden. Daher ist die Wetterau eine der fruchtbarsten und ältesten Kulturlandschaften Deutschlands, die bereits früh weitflächig intensiv landwirtschaftlich genutzt wurde. In einigen Becken und Senken hat sich neben dem Löß auch Braunkohle gebildet, die bereits in der Frühzeit im Tagebau gewonnen wurde. Die Kohleförderung in der Wetterau wurde 1991 eingestellt. Archäologische Funde datieren die Besiedlung der Region auf das Altneolithikum (Bandkeramische Kultur ca. 5000 v. Chr.). Die erste urkundliche Erwähnung der Region erfolgte im Jahr 779 n. Chr. im Lorscher Codex (heutige Gemeinde Ober-Mörlen Dokument 3009 - 27. Mai 790 n. Chr. Moruller Marca "Gemarkung des Mohren" vergl. Gemeindewappen; Übersetzung nicht vollständig gesichert auch "Gemarkung Mariens" ). Der Lorscher Codex ist u.a. als anachronistisches Grundbuch anzusehen, in dem Kauf, Tausch und Schenkung von Grundbesitz festgehalten wurde. Die Eintragungen sind nur Kurzfassungen der eingentlichen Dokumente, die nicht mehr existieren. Für viele Gemeinden zwischen Mannheim und Frankfurt, bzw. Wiesbaden und Aschaffenburg ist der Lorscher Codex die erste urkundliche Erwähnung. Das Originaldokument des Lorscher Codex wird im bayerischen Staatsarchiv Bereich Unterfranken in Würzburg aufbewahrt. Die historische Prägung der Region durch die Landwirtschaft geht heute immer mehr zurück. Die verkehrsgünstige Anbindung an das Rhein-Main Gebiet bewirkte eine verstärkte Ansiedlung von Industriebetrieben und die Entwicklung als Erholungs- und Urlaubsregion durch die Nähe zum Taunus (Naturpark Hochtaunus) und die gute Erreichbarkeit mit Auto, Bus und Bahn. Ober-Mörlen besteht aus zwei Ortsteilen (Ober-Mörlen und Langehain/Ziegenberg), dem ehemaligen Wochenendgebiet Maiberg und dem Hofgut Hasselheck mit insgesamt 37 km² Fläche und besitzt ca. 6000 Einwohner.

Sehenswürdigkeiten und Kultur
Sehenswert ist die Ober-Mörler Schlossanlage, ein Renaissancebau aus dem Jahre 1589, in dem heute die Gemeindeverwaltung untergebracht ist. Auf dem Gemeindegebiet, als ehemals römisches Territorium, befinden sich einige Wachtürme und Kastelle aus der Römerzeit. Der römische Grenzwall Limes ist an vielen Stellen in der näheren Umgebung noch heute gut sichtbar.
Regelmäßige kulturelle Veranstaltung in Ober-Mörlen ist die Fastnacht und das Dorffest auf dem Schlossgelände.
 
Hardware
Wetterstation - Davis Vantage Pro 2 Plus
Wetterstation Zubehör - Davis Vantage Fan-Aspirated Radiation Shield
Rohdatenspeicherung - Davis WeatherLink Data Logger
Messdatenverarbeitung - Varia Server ALIX.1E
IP Videokamera - InStar IN-5907HD
Datenaggregation und Upload - Notebook

Software
Linux
Windows
Meteohub
WsWin

Stationshistorie
Die Wetterbeobachtung begann ca. 1985, ausgelöst durch ein schulisches Wahlpflichtfach Wetter und Klima, mit ausschließlich physikalisch-mechanischen Instrumenten. Die elektronische Wetterstation mit Komponenten aus dem WS System von ELV und den Basissensoren wurde seit 1995 betrieben. Später wurden Sensoren aus Eigenentwicklung (Regenmesserheizung, aktive Belüftung Temperatursensor, Regen-Sofortmeldung, Bodentemperatur, Beleuchtungsstärke) und zusätzliche Temperatur-/Feuchtesensoren für verschiedene Messorte und Messhöhen ergänzt. Der Helligkeitsensor wurde erst mit der Einführung des PC-Wettersensor-Empfängers betrieben, da dieser Sensor mit der Basisstation WS 3000 nicht angezeigt werden konnte. Die Zusammenführung der verschiedenen Medien (Wetterdaten, Wetterkamera, Satellitenbilder) erfolgte erst mit der Einrichtung dieser Webseiten im Jahr 2007. Die Messdaten der Sensoren wurden dabei mit einem separaten Empfänger mit serieller Schnittstelle parallel zur WS 3000 empfangen. Als Rechnersystem war ein VIA Mini-ITX mit konventioneller Notebook Festplatte und der Software WsWin im Einsatz. Zur Einführung von DSL Internetzugängen wurden die Webseitern kurzfristig lokal mit eigener Administration auf einem Apache Webserver betrieben. Diese Methode wurde recht rasch wegen des hohen Adminstrationsaufwandes und möglicher Sicherheitslücken eingestellt. Bis 2012 wurden die wichtigsten Messdaten zusätzlich zur Anzeige auf Mobiltelefonen in einfacherer Form grafisch aufbereitet. Dieser Service wurde wegen der immer weiteren Verbreitung von Smartphones eingestellt. Zu Testzwecken wurde parallel eine Aufzeichnungs- und Auswertesoftware verwendet, die unter LabVIEW programmiert wurde. Von 2009 bis 2012 erfolgte ein Parallelbetrieb mit einer kleineren WS 1500 Station in Weiden (Oberpfalz), deren Daten auf der gemeinsamen Webseite veröffentlicht wurden. Dabei wurden die Wetterdaten aus Weiden über einen DSL Koppelung zweier Fritzboxen nach Ober-Mörlen übertragen, dort gemeinsam mit den lokalen Daten aufbereitet und veröffentlicht. Zur Webseitengestaltung wurde das Contentmanagement System Joomla verwendet. Auf Grund des hohen Alters von WS Station und Sensoren und den damit stetig zunehmenden Betriebsstörungen, sowie einer praktisch nicht mehr bestehenden Ersatzteilversorgung, wurde der Betrieb im Jahr 2012 nach einem Schaden am Messsystem vorübergehend eingestellt.
Am neuen Standort ging die Station Davis Vantage Pro 2 Plus mit komplett neuer Ausrüstung im Jahr 2013 wieder in Betrieb. Zur Datenaufzeichnung wird ein ALIX.1E Server unter Linux mit der Software Meteohub verwendet. WsWin wird weiterhin für die Aufbereitung der Archivdaten eingesetzt. Die Webseite verwendet seit dem Start mit neuer Wetterstation wieder einfaches HTML mit einem RSS Feed. Auf den Einsatz eines 
Contentmanagement Systems wurde verzichtet. Der einfachen Präsentation der Wetterdaten wurde der Vorzug vor einer aufwändig gestalteten Webseite gegeben. Als Wetterkamera wird eine InStar IN-5907HD LAN/WLAN IP-Überwachungskamera für den Außenbereich verwendet. Die Anbindung erfolgt über LAN Kabel mit PoE Speisung. Damit genügen zwei Leitungsverbindungen auf das Dach für den sicheren Betrieb von Wetterstation und Videokamera.
Die von der Wetterstation Davis Vantage Pro 2 Plus ermittelten Messdaten werden auf dem herstellereigenen Datenlogger zwischengespeichert. Der Wetterserver Varia ALIX.1E ruft diese Rohdaten vom Datenlogger ab. Auf dem Wetterserver werden die Daten mit Meteohub aufbereitet und auf einem weiteren Rechner gemeinsam mit den Übertragungen der IN-5907HD IP Videokamera zum Upload auf die Webseite zusammengeführt. Der Schritt über einen weiteren Rechner (seit 2021 notwendig) sorgt dafür, dass die Webseiten mittels SFTP Upload auf den Webserver geladen werden können. Das von den vergleichsweise leistungsschwachen embedded Systemen verwendete FTP Protokoll wird von den Webhosting Anbietern wegen Sicherheitsbedenken nicht mehr unterstützt.
Um die Messdaten direkt und vor Ort mit Mobilgeräten abrufen zu können, wird seit 2019 ein WLAN Access-Point der Freifunk Initiative betrieben. Der
Access-Point ist der lokalen Gruppe Freifunk Frankfurt am Main e.V. zugeordnet und nutzt dessen Serverinfrastruktur.

Logbuch
26.03.2021Neuausrichtung der Wetterkamera auf Nordost.
23.03.2021Welttag der Meteorolgie. Bericht in der Wetterauer Zeitung über die Private Wetterstation Ober-Mörlen.
22.03.2021Einführung der Video Zeitreihen. Diese ermöglichen die Rückschau des Wetters in kurzen Videosequenzen.
10.03.2021Einsatz eines leistungsfähigeren Rechners zur Realisiserung der SFTP Übertragung zum Webhosting Anbieter.
01.03.2021Durch Wechsel des Webhosting Anbieters funktioniert der Upload der dynamischen Inhalte via FTP nur fehlerhaft. Die SFTP Übertragung wird von Meteohub und Wetterkamera nicht unterstützt.
14.02.2021Ein Februar mit aussergewöhnlich niedrigen Temperaturen. Mehrere Tage mit minimalen Temperaturmesswerten unter -10 ºC.
03.02.2021Ein herzliches Dankeschön an Familie Fath für die Anerkennung meines Internetangebots.
30.09.2019Wiederinbetriebnahme der Wetterstation nach Dachsanierung. Neue Wetterkameraausrichtung auf NNW. Installation eines Freifunk WLAN Access-Point.
01.09.2019Ausserbetriebsetzung der Wetterstation wegen Dachsanierung.
25.07.2019Mehrere Tage mit starker Hitzebelastung. Maximum um 15:00 Uhr mit 39,2 ºC. Dieser Messwert übersteigt den Wert vom 04.07.2015 um 0,4 ºC.
16.12.2018Erster Schneefall des Winters 2018/19. Keine geschlossene Schneedecke mit ca. 2 cm Schneehöhe.
18.11.2018 Erster Nachtfrost des bevorstehenden Winters 2018/19.
07.06.2018 Update der gesamten Webseite Rev. 4.
18.03.2018 Schneefall. Geschlossene Schneedecke von ca. 10 cm.
10.12.2017 Schneefall. Geschlossene Schneedecke von ca. 10 cm bei ca. 1 °C.
03.06.2017 Starkregen ca. 16 l/m²/h.
31.05.2017 Starkregen ca. 14 l/m²/h mit Hagel.
17.04.2017 Schneefall von ca. 04:00 Uhr bis 10:00 Uhr. Keine geschlossene Schneedecke bei ca. 2 °C.
29.01.2017
Überarbeitung der Satellitenbildpräsentation. DWD schränkt freie Nutzung der Bilder durch eigenen Bildbetrachter ein.
02.01.2017 Erster Schneefall des Winters 2016/17. Keine geschlossene Schneedecke mit ca. 2 cm Schneehöhe.
09.11.2016 Erster Frosttag des Winters 2016/17.
12.09.2016 Am Morgen erster Bodennebel an der Usa.
27.08.16Tag der offenen Höfe. Bericht in der Wetterauer Zeitung über die Private Wetterstation Ober-Mörlen. Wetterinformationsstand mit Wetter Live amTag der offenen Höfe anläßlich des Gedenkens an den Dorfbrand vor 300 Jahren.
04.07.2016 Austausch der Wetterkamera (InStar-5907HD).
17.06.2016 FTP Upload der Wetterkamera durch Schaden an Hard-/Firmware defekt.
05.06.2016 Hagel und Starkregen mit einer Niederschlagsmenge von ca. 20 l/m² in 24 Std.
24.04.2016 Graupelschauer bei Temperaturen um ca. 1 °C.
22.11.2015 Erster Schneefall des Jahres 2015. Keine geschlossene Schneedecke bei ca. 1 °C.
21.09.2015 Satellitenbilder überarbeitet. Erforderlich durch die geänderte Datenbereitstellung durch den DWD.
16.08.2015 Pegelanzeige der Usa überarbeitet. Erforderlich durch die geänderte Datenbereitstellung durch die HLNUG.
04.07.2015 Mehrere Tage mit starker Hitzebelastung. Maximum um 15:00 Uhr mit 38,8 °C. Dieser Messwert übersteigt den Wert vom 08.08.2003 (Hitzewelle in ganz Europa) um 0,3 °C.
30.06.2015 Im Jahresverlauf bisher sehr trocken ca. 150 l/m². Die Niederschlagsmenge bis Juni ist um ca. 50% geringer als die Mittelwerte der Vorjahre.
20.03.2015 Durch die Sonnenfinsternis fällt die Luftemperatur um ca. 1 °C. Die Solarstrahlung verringert sich von 360 W/m² auf 50 W/m² während der maximalen Bedeckungsphase der Sonne.
03.01.2015 Weltraumwetterdiagramme teilweise nicht verfügbar, da NOAA die Datenquellen neu strukturiert.
01.01.2015 Durchschnittliche Jahrestemperatur für 2014 höher als in den Vorjahren.
27.12.2014 Starker Schneefall 12:00 Uhr bis 21:00 Uhr ca. 15 cm Neuschnee/Schneehöhe.
11.06.2014 Starkregen 07:25 Uhr bis 08:25 Uhr Niederschlagsmenge ca. 41,6 l/m². Auswirkungen und Schäden insbesondere im Raum Ober-Mörlen und Bad Nauheim.
18.05.2014 Niederschlagsradar mit Animation.
11.05.2014 Netzteil Wetterkamera defekt.
19.04.2014 Inbetriebnahme Wetterkamera.
27.03.2014 Reorganisation Satellitenbilder.
31.10.2013 Aktuelle Messdaten für mobile Endgeräte.
19.09.2013 Reorganisation des Archivs bis 2012.
16.09.2013 Histogramme und RSS-Feed online.
14.09.2013 Veröffentlichung der Messdaten im Internet.
01.09.2013 Inbetriebnahme der Station Vantage Pro+.
02.04.2012 Außerbetriebsetzung der Station WS3000 und der Sensoren WSxxxx.
31.12.2011 Geringe Jahresniederschlagsmenge von ca. 595 l/m².
15.08.2010 Starkregen ca. 72 l/m² in 24 Std.
07.01.2009 Starker Frost 08:00 Uhr ca. -17 °C.
30.05.2008 Gewitter, Sturm mit Starkregen, Maximum 20:20 Uhr.
29.05.2008 Gewitter mit Starkregen, Maximum 20:00 Uhr, Hagel bis 5 mm Korndurchmesser.
07.04.2008 Schneefall 02:00 Uhr bis 07:00 Uhr, ca. 11 cm, tagsüber Tauwetter.
25.03.2008 Leichter Schneefall 22:00 Uhr bis 06:00 Uhr, ca. 4 cm, tagsüber Tauwetter.
23.03.2008 Leichter Schneefall 21:00 Uhr bis 02:00 Uhr, keine geschlossene Schneedecke.
21.03.2008 Regen, Graupel und Schneefall wechseln mit Sonnenschein und klarem Himmel, starker Wind. Ausgeprägte Tiefdrucklage mit starkem Druckabfall und min. 978 hPa.
04.03.2008 Leichter Schneefall 06:00 Uhr bis 11:00 Uhr, keine geschlossene Schneedecke.
01.03.2008 Sturmtief Emma weniger stark als vom DWD gemeldet, Maximum 07:00 Uhr, Temperaturabfall 6 °C in 10 min., Sturm mit  Windböen, Gewitter, Starkregen mit Graupel.
27.12.2007 Leichter Schneefall 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr, ca. 0,5 cm.
01.08.2007 Veröffentlichung der Messdaten im Internet.
27.12.2007 Leichter Schneefall 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr ca. 0,5 cm Neuschnee/Schneehöhe.
16.10.2007 Starker Frost 02:00 Uhr ca. -24 °C.
18.01.2007 Sturmtief Kyrill, Maximum 22:00 Uhr mit Regen, Graupel und starkem Sturm. Ausgeprägte Tiefdrucklage mit starkem Druckabfall und min. 970 hPa. Im Vergleich zum Bundesgebiet wenige Schäden in Ober-Mörlen.
08.08.2003 Mehrere Wochen mit starker Hitzebelastung. Maximum um 14:00 Uhr mit 38,5 °C.
01.09.1995 Inbetriebnahme der Station WS3000 mit Sensoren WSxxxx.