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Stationsinfo

Rev. 4.01 - 2018

Aktualisierungsintervall der Messwerte
Wetterdaten: 15 min.
Wetterkamera: 15 min.

Geografischer Standort
Ober-Mörlen, PLZ 61239
KFZ-Kennzeichen FB
Landkreis Wetterau
Regierungsbezirk Darmstadt
Bundesland Hessen
Deutschland

Geografische Koordinaten
50,3741 ° n.Br. 8,6953 ° ö.L. (50 ° 22 ' 26,76 " n.Br. - 8 ° 41 ' 43,08 " ö.L.)
Geografisches Bezugssystem: WGS 84
QTH-Locator: JO40II
Höhe des Standorts: 170 m ü.N.N.
Montagehöhe von Sensoren und Kamera: 180 m ü.N.N.


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Geografische Lage
Ober-Mörlen liegt am westlichen Rand des Landkreises Wetterau, an der Grenze zum Hochtaunuskreis und damit an der Ostflanke des Taunus. In südlicher Richtung liegt in ca. 40 km Entfernung Frankfurt am Main, 30 km nördlich befindet sich Gießen. In direkter Nachbarschaft liegt die Kurstadt Bad Nauheim und die Kreisstadt Friedberg (Hessen).

Allgemeine Daten aus Geologie, Vorgeschichte und Neuzeit
Die Wetterau, eine Region nördlich von Frankfurt/Main östlich des Taunus und südwestlich des Vogelsberges, ist eine Schwächezone der Erdkruste, in der sich im Tertiär eine weitläufige Senke bildete. Durch diesen Umstand bildeten sich im Tertiär ausgedehnte Sedimentschichten, die auch im Quartär durch die vorangegangene Senkenbildung erhalten blieben. Diese Schichten bestehen vorwiegend aus Löß, einem feinen Lockergestein aus Kalk, Quarz und anderen Mineralien, der während der Kaltzeiten durch Windströmungen herangetragen und in mächtigen Schichten von bis zu 6m abgelagert wurde. Auf diesem Löß entwickelten sich sehr ertragreiche Böden. Daher ist die Wetterau eine der fruchtbarsten und ältesten Kulturlandschaften Deutschlands, die bereits früh weitflächig intensiv landwirtschaftlich genutzt wurde. In einigen Becken und Senken hat sich neben dem Löß auch Braunkohle gebildet, die bereits in der Frühzeit im Tagebau gewonnen wurde. Die Kohleförderung in der Wetterau wurde 1991 eingestellt. Archäologische Funde datieren die Besiedlung der Region auf das Altneolithikum (Bandkeramische Kultur ca. 5000 v. Chr.). Die erste urkundliche Erwähnung der Region erfolgte im Jahr 779 n. Chr. im Lorscher Codex (heutige Gemeinde Ober-Mörlen Dokument 3009 - 27. Mai 790 n. Chr. Moruller Marca "Gemarkung des Mohren" vergl. Gemeindewappen; Übersetzung nicht vollständig gesichert auch "Gemarkung Mariens" ). Der Lorscher Codex ist u.a. als anachronistisches Grundbuch anzusehen, in dem Kauf, Tausch und Schenkung von Grundbesitz festgehalten wurde. Die Eintragungen sind nur Kurzfassungen der eingentlichen Dokumente, die nicht mehr existieren. Für viele Gemeinden zwischen Mannheim und Frankfurt, bzw. Wiesbaden und Aschaffenburg ist der Lorscher Codex die erste urkundliche Erwähnung. Das Originaldokument des Lorscher Codex wird im bayerischen Staatsarchiv Bereich Unterfranken in Würzburg aufbewahrt. Die historische Prägung der Region durch die Landwirtschaft geht heute immer mehr zurück. Die verkehrsgünstige Anbindung an das Rhein-Main Gebiet bewirkte eine verstärkte Ansiedlung von Industriebetrieben und die Entwicklung als Erholungs- und Urlaubsregion durch die Nähe zum Taunus (Naturpark Hochtaunus) und die gute Erreichbarkeit mit Auto, Bus und Bahn. Ober-Mörlen besteht aus zwei Ortsteilen (Ober-Mörlen und Langehain/Ziegenberg), dem ehemaligen Wochenendgebiet Maiberg und dem Hofgut Hasselheck mit insgesamt 37 km² Fläche und besitzt ca. 6000 Einwohner.

Sehenswürdigkeiten und Kultur
Sehenswert ist die Ober-Mörler Schlossanlage, ein Renaissancebau aus dem Jahre 1589, in dem heute die Gemeindeverwaltung untergebracht ist. Auf dem Gemeindegebiet, als ehemals römisches Territorium, befinden sich einige Wachtürme und Kastelle aus der Römerzeit. Der römische Grenzwall Limes ist an vielen Stellen in der näheren Umgebung noch heute gut sichtbar.
Regelmäßige kulturelle Veranstaltung in Ober-Mörlen ist die Fastnacht und das Dorffest auf dem Schlossgelände.
 
Hardware
Davis Vantage Pro 2 Plus
Davis Vantage Fan-Aspirated Radiation Shield
Davis WeatherLink Data Logger
Varia Server ALIX.1E
InStar IN-5907HD
Informationen zu den Sensoren, Messgenauigkeit, Kalibrierung und Messbedingungen.

Software
Linux
Meteohub
WsWin

Stationshistorie
Die Wetterbeobachtung begann ca. 1985, ausgelöst durch ein schulisches Wahlpflichtfach Wetter und Klima, mit ausschließlich physikalisch-mechanischen Instrumenten. Die elektronische Wetterstation mit Komponenten aus dem WS System von ELV und den Basissensoren wurde seit 1995 betrieben. Später wurden Sensoren aus Eigenentwicklung (Regenmesserheizung, aktive Belüftung Temperatursensor, Regen-Sofortmeldung, Bodentemperatur, Beleuchtungsstärke) und zusätzliche Temperatur-/Feuchtesensoren für verschiedene Messorte und Messhöhen ergänzt. Der Helligkeitsensor wurde erst mit der Einführung des PC-Wettersensor-Empfängers betrieben, da dieser Sensor mit der Basisstation WS 3000 nicht angezeigt werden konnte. Die Zusammenführung der verschiedenen Medien (Wetterdaten, Wetterkamera, Satellitenbilder) erfolgte erst mit der Einrichtung dieser Webseiten im Jahr 2007. Die Messdaten der Sensoren wurden dabei mit einem separaten Empfänger mit serieller Schnittstelle parallel zur WS 3000 empfangen. Als PC-System war ein VIA Mini-ITX mit konventioneller Notebook Festplatte und der Software WsWin im Einsatz. Zu Testzwecken wurde parallel eine Aufzeichnungs- und Auswertesoftware verwendet, die unter LabVIEW programmiert wurde. Von 2009 bis 2012 erfolgte ein Parallelbetrieb mit einer kleineren WS 1500 Station in Weiden (Oberpfalz), deren Daten auf der gemeinsamen Webseite veröffentlicht wurden. Auf Grund des hohen Alters von WS Station und Sensoren und den damit stetig zunehmenden Betriebsstörungen, sowie einer praktisch nicht mehr bestehenden Ersatzteilversorgung, wurde der Betrieb im Jahr 2012 vorübergehend eingestellt.
Am neuen Standort ging die Station Davis Vantage Pro 2 Plus mit komplett neuer Ausrüstung im Jahr 2013 wieder in Betrieb. Zur Datenaufzeichnung wird ein ALIX.1E Server unter Linux mit Meteohub verwendet. WsWin wird weiterhin für die Aufbereitung der Archivdaten eingesetzt. Als Wetterkamera wird eine InStar 
IN-5907HD LAN/WLAN IP-Überwachungskamera für den Außenbereich verwendet.

Logbuch
07.06.2018Update der gesamten Webseite Rev. 4
18.03.2018Schneefall. Geschlossene Schneedecke von ca. 10 cm.
10.12.2017 Schneefall. Geschlossene Schneedecke von ca. 10 cm bei ca. 1 °C.
03.06.2017 Starkregen ca. 16 l/m²/h
31.05.2017 Starkregen ca. 14 l/m²/h mit Hagel
17.04.2017 Schneefall von ca. 04:00 Uhr bis 10:00 Uhr. Keine geschlossene Schneedecke bei ca. 2 °C.
29.01.2017
Überarbeitung der Satellitenbildpräsentation. DWD schränkt freie Nutzung der Bilder durch eigenen Bildbetrachter ein.
02.01.2017 Erster Schneefall des Winters 2016/17. Keine geschlossene Schneedecke mit ca. 2 cm Schneehöhe.
09.11.2016 Erster Frosttag des Winters 2016/17.
12.09.2016 Am Morgen erster Bodennebel an der Usa.
04.07.2016 Austausch der Wetterkamera (InStar-5907HD).
17.06.2016 FTP Upload der Wetterkamera durch Schaden an Hard-/Firmware defekt.
05.06.2016 Hagel und Starkregen mit einer Niederschlagsmenge von ca. 20 l/m² in 24 Std.
24.04.2016 Graupelschauer bei Temperaturen um ca. 1 °C.
22.11.2015 Erster Schneefall des Jahres 2015. Keine geschlossene Schneedecke bei ca. 1 °C.
21.09.2015 Satellitenbilder überarbeitet. Erforderlich durch die geänderte Datenbereitstellung durch den DWD.
16.08.2015 Pegelanzeige der Usa überarbeitet. Erforderlich durch die geänderte Datenbereitstellung durch die HLUG.
04.07.2015 Mehrere Tage mit starker Hitzebelastung. Maximum um 15:00 Uhr mit 38,8 °C. Dieser Messwert übersteigt den Wert vom 08.08.2003 (Hitzewelle in ganz Europa) um 0,3 °C.
30.06.2015 Im Jahresverlauf bisher sehr trocken ca. 150 l/m². Die Niederschlagsmenge bis Juni ist um ca. 50% geringer als die Mittelwerte der Vorjahre.
20.03.2015 Durch die Sonnenfinsternis fällt die Luftemperatur um ca. 1 °C. Die Solarstrahlung verringert sich von 360 W/m² auf 50 W/m² während der maximalen Bedeckungsphase der Sonne.
03.01.2015 Weltraumwetterdiagramme teilweise nicht verfügbar, da NOAA die Datenquellen neu strukturiert.
01.01.2015 Durchschnittliche Jahrestemperatur für 2014 höher als in den Vorjahren.
27.12.2014 Starker Schneefall 12:00 Uhr bis 21:00 Uhr ca. 15 cm Neuschnee/Schneehöhe.
11.06.2014 Starkregen 07:25 Uhr bis 08:25 Uhr Niederschlagsmenge ca. 41,6 l/m². Auswirkungen und Schäden insbesondere im Raum Ober-Mörlen und Bad Nauheim.
18.05.2014 Niederschlagsradar mit Animation.
11.05.2014 Netzteil Wetterkamera defekt.
19.04.2014 Inbetriebnahme Wetterkamera.
27.03.2014 Reorganisation Satellitenbilder.
31.10.2013 Aktuelle Messdaten für mobile Endgeräte.
19.09.2013 Reorganisation des Archivs bis 2012.
16.09.2013 Histogramme und RSS-Feed online.
14.09.2013 Veröffentlichung der Messdaten im Internet.
01.09.2013 Inbetriebnahme der Station Vantage Pro+.
02.04.2012 Außerbetriebsetzung der Station WS3000 und der Sensoren WSxxxx.
31.12.2011 Geringe Jahresniederschlagsmenge von ca. 595l/m².
15.08.2010 Starkregen ca. 72l/m² in 24 Std.
07.01.2009 Starker Frost 08:00 Uhr ca. -17 °C.
30.05.2008 Gewitter, Sturm mit Starkregen, Maximum 20:20 Uhr.
29.05.2008 Gewitter mit Starkregen, Maximum 20:00 Uhr, Hagel bis 5 mm Korndurchmesser.
07.04.2008 Schneefall 02:00 Uhr bis 07:00 Uhr, ca. 11 cm, tagsüber Tauwetter.
25.03.2008 Leichter Schneefall 22:00 Uhr bis 06:00 Uhr, ca. 4 cm, tagsüber Tauwetter.
23.03.2008 Leichter Schneefall 21:00 Uhr bis 02:00 Uhr, keine geschlossene Schneedecke.
21.03.2008 Regen, Graupel und Schneefall wechseln mit Sonnenschein und klarem Himmel, starker Wind. Ausgeprägte Tiefdrucklage mit starkem Druckabfall und min. 978 hPa.
04.03.2008 Leichter Schneefall 06:00 Uhr bis 11:00 Uhr, keine geschlossene Schneedecke.
01.03.2008 Sturmtief Emma weniger stark als vom DWD gemeldet, Maximum 07:00 Uhr, Temperaturabfall 6 °C in 10 min., Sturm mit  Windböen, Gewitter, Starkregen mit Graupel.
27.12.2007 Leichter Schneefall 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr, ca. 0,5 cm.
01.08.2007 Veröffentlichung der Messdaten im Internet.
27.12.2007 Leichter Schneefall 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr ca. 0,5 cm Neuschnee/Schneehöhe.
16.10.2007 Starker Frost 02:00 Uhr ca. -24 °C.
18.01.2007 Sturmtief Kyrill, Maximum 22:00 Uhr mit Regen, Graupel und starkem Sturm. Ausgeprägte Tiefdrucklage mit starkem Druckabfall und min. 970 hPa. Im Vergleich zum Bundesgebiet wenige Schäden in Ober-Mörlen.
08.08.2003 Mehrere Wochen mit starker Hitzebelastung. Maximum um 14:00 Uhr mit 38,5 °C.
01.09.1995 Inbetriebnahme der Station WS3000 mit Sensoren WSxxxx.